18 | Westserbien, outdoor pur!

12.08. – 17.08.2016 | Zwei Monate sind seit unserem Start ins Abenteuer inzwischen vergangen und wir befinden uns in Westserbien. Statt der geplanten drei Nächte, blieben wir fünf Nächte in Belgrad. So erging es uns schon in Glöwen, Dresden, Wien, Budapest und jetzt Belgrad. In jeder dieser Orte wurden wir herzlichst empfangen und genossen die Zeit gemeinsam mit unseren Gastgebern. Wir wollen keinen dieser Tage vermissen. Dennoch müssen wir uns beide kritisch eingestehen, dass wir mit diesen Tempo nicht bis Mitte / Ende Oktober im Iran sein werden und wir uns daher kein zweites Budapest vor Istanbul erlauben können. Die Quittung wäre sonst, kalte Winternächte im Iran oder Orte unterwegs auslassen. Auf beides haben wir überhaupt keine Lust. Zählen wir die Tage die wir bereits unterwegs sind (63 Tage) und die Tage die wir davon auf unseren Drahteseln verbracht haben (26 Tage), sind wir nur alle zwei bis drei Tage Fahrrad gefahren. Nicht gerade eine Glanzleistung. Aber noch befinden wir uns im Warm-Up und in Zukunft werden wir versuchen, den Schnitt doch ein wenig nach oben zu drücken. Wir sind selber ganz gespannt 😉

Mit dem Wunsch alle Ziele zu erreichen, machten wir einen kleinen Schlachtplan. Ziel war es, in drei Tagen von Belgrad bis Mokra Gora zu kommen, eine Stadt nahe der Grenze zu Bosnien & Herzegowina. Von dort aus sollte es in zwei weiteren Tagen nach Sarajevo gehen. Schon bei unserer Abfahrt wussten wir innerlich, auch wenn wir uns es zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingestanden hatten, dass das erste Tagesziel kaum noch zu meistern war. Wir hatten trotz unseres strafen Zeitplan, mit dem Ziel in Zukunft ein wenig schneller vorwärts zu kommen, wieder bis tief in den Tag hinein geschlafen und ausgiebig gefrühstückt. Um 13:40 Uhr fuhren wir endlich los 😉 Das Wetter war ein absoluter Traum und wir fuhren nach Belgrad gestärkt und motiviert unserem Ziel entgegen. Noch war es flach, aber bei der Erstellung des Schlachtplans, sahen wir schon die unzähligen Anstiege auf uns zu kommen.

Normalerweise versuchen wir immer langsam zu beginnen und uns über die Tage zu steigern – z.B. 1. Tag 50 km, 2. Tag 70 km, 3 Tag 90 km, 4. Tag Ruhetag, 5. Tag 80 km und den 6. Tag 110 km. So folgt man dem klassischen Stufentraining und schafft in einer Woche schon mal 400 km. Jetzt fing es aber flach an und wurde weiter gen Westen immer hügeliger. So nahmen wir in diesem Fall die benötigte Zeit pro Etappe als Grundlage für die zu absolvierenden Kilometer. Den ersten Tag wollen wir bis Valjevo kommen (94 km). Den 2. und 3. Tag wollen wir jeweils 50 km fahren. Die zu leistenden Höhenmeter nahmen von Tag zu Tag zu. So erwartete uns am 3. Tag die schwerste und zeitlich längste Etappe, mit dem Ziel Mokra Gora, den letzten Ort vor Bosnien, zu erreichen. Statt drei Tage, benötigen wir vier Tage. Am ersten Tag schafften wir 75 km. Unterwegs hatten wir beide ganz schön Kohldampf. So hielten wir in Ub und gönnten uns einen Burger und ne Cola B-)

Mita, unser Host aus Belgrad, hatte uns vor unserer Abfahrt über die unterschiedlichen Mentalitäten von Nord- und Südserbier. Während die Leute aus dem Norden eher kalt sind und auf Distanz gehen, sind sie Leute im Süden eher wie Spanier und umarmen dich bereits bei der ersten Begegnung. Demnach war Mita eindeutig ein Südserbe 😉 In dem Ort Ub waren die Leute so wie Mita. Alle, ob jung ob alt, feuerten uns mit einem breitem Lächeln an – feine Sache. So auch beim verzehren unserer Burger kam ein Vater mit seinem Sohn auf uns zu und wir kamen ins Gespräch. Er selber kam zwar aus Österreich, passte dennoch voll in die von Mita beschriebene Mentalität. Als wir ihm von unserem Vorhaben erzählten und das wir dafür unseren Job und Wohnung gekündigt haben, kam er gar nicht mehr aus dem staunen heraus und hat uns innerlich nochmal so richtig angefeuert – Danke!

Irgendwo zwischen Ub und unserem eigentlichem Tagesziel kam der unausweichliche Zeitpunkt sich einzugestehen, dass es doch schon ganz schön spät ist und wir so langsam ein Plätzchen für unsere Zelte suchen sollten. Die ersten Ausläufer der Berge hatten wir noch mitgenommen und wir hielten auf einem Hügel, geblendet von der Schönheit des Sonnenuntergangs. Direkt neben uns war eine schöne Ebene Fläche und wir fackelten nicht lange und schlugen unsere Zelte auf. Zu guter Letzt schauten wir noch einen Film (Leroy) unter dem klaren Sternenhimmel. Einfach nur genial so eine Atmosphäre. Sollte Ihr alle mal machen: bei schönem Wetter Stühle einpacken, Getränke besorgen und chillig an einem schönem Fleckchen unter freiem Himmel gemeinsam einen Film genießen 😉

Am nächsten Morgen wurden wir um 7 Uhr morgens von einem Traktor geweckt und mähte neben uns die Wiese. Die Leute grüßten uns, während wir noch gar nicht ganz da waren. Später kamen zwei junge Burschen auf uns zu, während wir im Schlüpfer unsere Sachen packten. Mit jedem Schritt die sie näher kamen, sahen wir irgendwelche Fresssalien in ihren Händen und das gepaart mit einem Lächeln. Wir dachten nur: „Läcker, die bringen uns was zu essen“. Die beiden waren Brüder und deren Vater gehört der Acker. Sie sahen uns, als sie am morgen mit Traktor zum Rasen mähen an uns vorbei fuhren. Die Kommunikation lief ein wenig holprig, aber irgendwie verstanden wir uns doch. Danke fürs leckere Brot und den Rahm. Übrigens alles selbst gemacht 🙂

13:10 Uhr erreichten wir Valjevo, unser Ziel von Gestern. Trotz der 400 Höhenmeter vom Vortag, ging der Spaß jetzt erst richtig los. Ich freute mich aber irgendwie ’noch‘ drauf. Obwohl die Sonne schien wurde uns im Wind recht schnell kühl. Somit versuchten wir die Pausen so kurz wie möglich zu halten. Sich weitere Klamotten anzuziehen macht bei den Anstiegen wenig Sinn. Bereits kurz nach Valjevo durften wir mit bis zu 16% Steigungen auf Höhenmeter-Jagt gehen – neuer Rekord. Anstiege von durchschnittlich 10% ließen einen ordentlich schwitzen. Unsere Klamotten glichen eher stinkenden Lappen.

Allmählich bekamen wir Hunger und seit Valjevo nimmt die Dichte an Menschen rapide ab. Die Berge haben uns inzwischen endgültig verschlungen. Tags zuvor noch im flachen Land losgefahren, war davon nichts mehr zu sehen geschweige zu erahnen. Meine Freude war inzwischen auch hinüber. Gestern hatten wir schon ca. 20 km weniger abgespult, womit heute statt der geplanten 50 km, 70 km zu meistern wären. So unser Schlachtplan. Nach noch nicht einmal 40 km, waren wir schon total bedient vom Tag. Unsere Bäuche fingen auch schon an mit uns zu kommunizieren. Jedoch war weit und b breit kein Konsum oder ähnliches zu finden. Die Beine meldeten sich auch schon. Nach ca 45 km entschlossen wir uns nach einem Schlafplatz zu suchen. Erst einmal galt es jedoch unsere Bäuche zum Schweigen zu bringen. Keine Lust weiter ins unbekannte zu fahren, hielt Tobi ein entgegenkommendes Auto an, um nach der nächsten Möglichkeit essen zu fassen zu fragen. Witziger Weise hielt Tobi ausgerechnet das Auto an, welches bereits heute Tobi angehalten hatte, um nach dem Weg zu irgendwelchen Wasserfällen zu fragen. Die Mädels aus dem Auto meinten, bis auf Wald und vereinzelt ein paar Häuser gibt es nichts. Hm, was nun. Keine 500 m hinter uns waren ein Grundstück, worauf wir ein paar Leute gesehen haben. Wir fuhren dorthin, um zu fragen, ob wir bei denen zelten dürfen. Leider konnte überhaupt keiner von denen Englisch und die Verständigung war sehr schwierig. Zudem fingen sie immer wieder an uns irgendwas auf serbisch zu erzählen und wir verstanden fast nur Bahnhof. Schließlich durften wir unsere Zelte aufbauen und wir suchten nach einem Fleckchen Boden, welches nicht von Kuh- oder Ziegenscheiße übersät war. Der Ausblick war dafür umso herrlicher und wir waren einfach nur happy.

Später fragten wir nach Wasser. Inzwischen hatten wir ein Wörterbuch zu Hand. Da wollten die immer mit uns ins Auto steigen und irgendwo hin fahren. Wir versuchten zu erklären, dass uns Leitungswasser genügt. Das Wasser in dieser Gegend gilt als sehr sauber. Später erfuhren wir, dass die Leute gar kein Leitungswasser besitzen. Stattdessen fahren sie zu einem Quell-Brunnen. Jetzt verstanden wir, warum wir ins Auto einsteigen sollen. Uns wurde inzwischen klar, dass wir hier in einer anderen Welt angekommen sind. Die Leute bauen alles selbst an und besitzen ihr eigenes Vieh. Alles für den Eigenbedarf. Auch der Kontrast der Autos von hier zu Deutschland. Hier fahren die Leute mit ihren alten Ladas, Zastavas, Yugos, Golf 1 bis 2, Opel Kadett usw die Berge hoch, teils auf losem Untergrund und das zu allen Jahreszeiten. Schon abenteuerlich aus unserer Sicht und doch funktioniert das Leben hier. Später luden sie uns zu sich ein und wir wurden wie bereits am Morgen mit Brot und Rahm versorgt. Anschließend zeigen sie uns ihren Hof. Wir waren am Ende des Tages richtig glücklich. Ein kleinen faden Beigeschmack bekamen wir aber noch, als wir uns zum schlafen verabschieden wollten. Wir gingen dazu zu denen ins Haus und sahen eine fette lecker zubereitete Ente auf dem Esstisch mit vielen anderen leckereien. Wir dachten nur ‚die Schweine‘.

Am nächsten Morgen fingen wir früh an unsere Sachen zusammen zu packen. Zudem sammelte ich mich meine ersten Erfahrungen beim Outdoor-Scheissen. Wäre da nicht der Bauer gewesen, der uns noch eine ganze Stunde aufhielt, wären doch tatsächlich früh weggekommen. Letztendlich spielte es eh keine Rolle mehr, da wir die verlorenen Kilometer der beiden Vortage eh nicht mehr gut machen können, zumal heute eh noch das härteste Stück auf uns wartete. Teils ging es auf unbefestigten Wegen die Berge hoch. Wenn wir mal auf Menschen trafen, verstand wir uns nicht. Seit uns die Berge verschlungen haben, sind wir auf keinen mit Englischkenntnissen gestoßen. Wasser zu finden war kein Problem, da gefühlt alle 10 km ein Quell-Brunnen kam. Mit dem Essen sah es da schon anders aus. So passierten wir eine Pflaumenplantage. Wir waren mal so dreist 😉 Gleiches galt für den nächsten Maisacker am Hang.

Später fuhren wir durch einen kleinen Ort namens Varda. Dort sahen wir die erste Kaufhalle seit uns die Berge am Vortag verschlungen haben. Das Angebot war leider sehr bescheiden und wir fragten die Verkäuferin nach einem Restaurant. Wir zeigten ihr das Wort sogar auf serbisch und ihre Antwort lautete nein. Plötzlich stand so ein muskulöser Glatzkopf (Fleischhaube ^^) mit seinem langhaarigen Kumpel vor uns. Die hatten einen Basketball dabei und wollten gerade ein paar Körbe werfen gehen. Die Fleischhaube mit seinem Popeye-Shirt erkannte das wir deutsche sind und sagte ‚Hallo‘. Leider konnte er nicht viel mehr mehr deutsch. Aber sein Kumpel, der langhaarige, sprach gutes Englisch und fragte uns, was wir brauchen. Wir fragten ein weiteres Mal nach einem Restaurant und er ging mit uns aus dem Laden und zeigte mit einem Finger auf ein Gebäude, welches keine 100 m von uns entfernt war. Wieso hat uns die Frau nicht verstanden? Er verschiebte mit seinem Kumpel das Körbe werfen und wir gingen gemeinsam ins Restaurant. Er gab für uns die Bestellung auf (Cevapcici plus Cola) und lud uns anschließend noch zu sich ein. Sehr geil und vielen Dank – sehr edel 🙂

Uns fiel bereits Tags zuvor auf, dass die Leute einen immer helfen wollen, auch wenn man gar keine Hilfe benötigt. So erging es uns jetzt mit einem vollbärtigem Mann, welcher Hände hatte wie ein Bär. Ein freundlicher Herr, nur ein bisl zu freundlich. Er und seine Frau hielten uns auf offener Straße an und wollten uns helfen. Sie gingen anscheinend davon aus, dass wir uns verfahren haben. Er fragte uns wo es denn hingehen sollte. Daraufhin fing er uns an den Weg zu erklären, worauf wir auf unser Handy zeigten mit den Worten ’naviagatia‘. Er schaute mit seiner Frau drauf und versuchte uns zu signalisieren, dass dies der falsche Weg sei und forderte uns auf ihm zu folgen. Er fuhr mit seiner Frau im Auto vor und wartete alle paar Kilometer auf uns. Das ging ca 1 Stunde lang und wir versuchten ihm zu signalisieren, dass es bald dunkel wird und wir unsere Zelte gerne noch im hellen aufbauen würden. Glücklicherweise verstand seine Frau was wir wollten und sie fuhren von dannen. Wir bedankten uns ganz herzlich bei den beiden. Für was wissen wir selber nicht. Am Ende hielten wir eine skizzierte Straßenkarte in unseren Händen, waren genauso schlau wie vorher und fuhren daher den Weg, welchen wir uns zuvor rausgesucht haben – düdüm. Ein gutes hatte es, wir haben nochmal gut Kilometer und Höhenmeter gerissen.

Kurze Zeit später fanden wir eine gute Gelegenheit unsere Zelte aufzuschlagen. Aufgrund der Kälte verlegten wir das Kino in Tobis Zelt (Das kann doch unseren Willi nicht erschüttern). Einfach mal wieder für 1,5 Stunden das Hirn beiseite gelegt (und nicht wieder gefunden ^^) und herzhaft gelacht. Und das in der tiefsten Wildnis, wo man nachts nur Tiere und keine Menschen hört. Die Geräusche hören sich manchmal schon verdammt nahe an und auch nach größeren Tieren.

Den nächsten Tag waren wir uns sicher unser Ziel zu erreichen. Das Wetter war wieder sehr geil. Den morgen machten wir gleich Begegnung mit einem Jogger, welcher an unseren Zelt vorbei rannte und auf uns zu kam. Der Herr kommt aus Belgrad und spricht gutes Englisch. Anfangs waren wir noch viel auf unbefestigten oder halb weggespülten Wegen unterwegs. Die Natur lässt grüßen. Zudem fuhren wir an diesem Tag eine Steigung von 16,7% rauf. Mehr geht echt nicht mehr mit dem Fahrrad. Ein Kampf nicht umzukippen und brennende Schenkel – neuer Rekord. Auffällig war an diesem Tag, dass viele Tramper an den Straßen standen. Mit einem jungen polnischen Pärchen unterhielten wir uns und waren erstaunt, was sie alles schon erlebt haben und wie wie weit sie pro Tag kommen können. Im Schnitt warten sie wohl 30 Minuten auf eine Mitfahrgelenheit und in einem Monat mal von Polen bis an die griechische Küste und über die Adria wieder zurück und dabei sämtliche Länder und Kulturen kennenlernen. Geile Sache und viel Glück euch.

Später ging es zügig auf ausphaltierter Straße weiter Richtung Mokra Gora. Teils wurden wir auf rasanten Abfahrten von Lkw ausgebremst. Somit war bei 60,7 kmh Schluss und der Rekord von Tschechien mit 66,7 kmh bleibt bestehen. Während der Abfahrt überholte uns noch ein Auto mit deutschen Kennzeichen (MS). Die ersten deutschen seit langem mal wieder. Am Ende der Abfahrt stand das Auto am Straßenrand und wir riefen ‚Deutscheland‘. In Mokra Gora stellten wir fest, dass wir zu weit gefahren sind und wieder ca. 2 km zurück fahren müssen. Drvengrad war unser erstes Ziel. Ein kleines Dorf, welches 2000 errichtet und vom Filmregisseur Emir Kusturica geplant wurde. Dieses Dorf befindet sich an Drehstätte zu Kusturicas Film ‚Das Leben ist ein Wunder‘. Das Dorf wird fortlaufend ausgebaut und hier fand bereits zweimal das ‚International Küstendorf Film Festival‘ statt, ‚das sich als alternativer Nachwuchswettbewerb, insbesondere in Absetzung zum westlichen und zum Hollywood-Kino versteht‘.

Dieses Dorf hatte uns Mita aus Belgrad empfohlen. Bevor wir wieder zurück fuhren kamen drei Jungs auf uns zu und grüßten uns auf deutsch. Erst verwundert, dass sie wussten das wir deutsche sind, fiel uns ein, dass wir dem Auto mit dem Münster Kennzeichen zugerufen hatten. Wir kamen locker ins Gespräch. Das Dorf war echt schick. Oben trafen wir die Jungs erneut und weitere deutsche. Schon witzig, über Wochen keinen deutschen mehr getroffen und jetzt gleich zwei Gruppen. Als wir wieder runter nach Mokra Gora fuhren suchten wir nach einer Unterkunft mit WiFi. Keine 5 Minuten später wurden wir fündig. Für 10 Euro für beide pro Nacht sagen wir nicht nein. Er fragte nochmal wie viele Tage wir bleiben wollen und wir antworteten mit zwei. Vor dem Häuschen saßen zwei aus Spanien und wir quatschten ein Weilchen mit denen. Aber ehrlich gesagt hatten wir nur noch Lust und in die horizontale zu manövrieren. Tobi löste das Problem ganz kurz und knackig „Nice to meet you, but we are very tired. Good night.“.

Am nächsten Tag schliefen wir bis mittags. Noch gar nicht ganz wach klingelt es an der Tür. Da schmeißt und doch tatsächlich der Vermieter raus und meinte, wir hätten nur für eine Nacht bezahlt und außerdem erwarte er für heute noch Gäste aus Frankreich. Tobi und ich ließen ihn unsere Unzufriedenheit spüren und fragten ihn, warum er denn überhaupt nach der Anzahl der Nächte fragt, wenn doch nur noch eine Nacht das Zimmer frei sei. Daraufhin entschuldigt er sich bei uns für seine schlechten Englischkenntnisse… Blablabla…sucker!!! Wir fuhren voller Frust weiter in den Ort und fragten bei anderen Unterkünften, leider vergebens. Dann kam Tobi auf die glorreiche Idee beim Gotteshaus zu fragen. Schließlich hatten die ein riesen Haus in dem Ort. Wir klingelten und waren gespannt auf die Antwort von Jesus. Der Pastor öffnete uns in seinen Strapsen die Tür, der alte Lustmolch. Als wir ihn schließlich fragten, ob wir eine Nacht im Hause übernachten dürfen, schlug er uns zwei Varianten vor: 1.) als Gegenleistung verbringt Tobi die Nacht mit dem Pastor oder 2.) 10 € pro Person pro Nacht. Auf Wunsch von Tobi entschieden wir uns für die 2. Gegenleistung. (Das war alles nur ein Scherz, schließlich kennt Jesus Anstand! ;))

2018-06-26T13:29:16+00:00 22.08.2016|Serbien|0 Kommentare