39 | Ein Intermezzo im pompösen Dubai

20.12. – 24.12.2016 | Am Morgen des 20.12. sind wir im Hafen vom Emirat Sharjah angekommen. Bereits einige Kilometer bevor wir anlegten, konnten wir die im Dunst des Meeres verhüllte Skyline-Silhouette von Sharjah und Dubai sehen. Dubai lag quasi vor uns, eine Stadt, die uns bisher kaum interessierte, welche wir zugegebenermaßen vorurteilhaft beladen ansahen und quasi lediglich als ‚hub‘ für unsere weitere Reise nach Südostasien betrachteten. Nichts weiter. Wir waren gespannt, wie unser fünftägiger Aufenthalt aussehen wird.

Nachdem wir angekommen waren, wurden alle Passagiere erst einmal zur Immigrationsbehörde geleitet. Im Warteraum saßen die Männer auf der einen Seite, die Frauen auf der anderen. Dort warteten wir erst einmal fast eine Stunde bis die Herren in ihren für die VAE typischen weißen Gewänder kamen und unsere Pässe stempelten. Wir mussten leicht schmunzeln, im Iran waren die Frauen angehalten sich zu verhüllen, hier scheinen es die Männer zu sein.

Bevor wir das Hafengelände verließen, mussten wir wie alle anderen Passagiere auch, unser Gepäck durchleuteten lassen. Das ging relativ fix von statten und so fanden wir vier (inkl. Sonia und Guillem) uns schnell auf den Straßen und zwischen Palmen, Wasser und zahlreichen Hochhäusern wieder. Irrer erster Anblick. Überall teure Autos, Porsche hier, Maserati da, Land Rover hier, Bentley da. Robert schaut als der technisch versierte Part von uns beiden nochmal genauer hin. Beispielsweise sahen wir nahezu auf jedem Parkplatz oder jeder Kreuzung einen Porsche Cayenne GTS oder Turbo S. Als wenn es nur diese beiden Varianten gibt. Bei Mercedes ist hier gefühlt nur die S-, G, SLR und vereinzelt die C-Klasse zu sehen. Selten dass das AMG-Kürzel fehlt. Beispielsweise gibt es hier in Dubai nur eine G-Klasse und zwar den G 65 AMG. Und mittendrin wir vier mit unseren Drahteseln. Sowohl Sonia und Guillem als auch wir haben via Couchsurfing einen Host gefunden. Wir radelten noch rund 25 km zusammen durch die Emirate, bevor sich unsere Wege trennen sollten. Shyamraj, unser Host aus Indien, konnte uns erst ab 19 Uhr empfangen. Dementsprechend hatte wir noch einige Stunden vor uns, bevor wir dort aufschlagen konnten.

Wir waren hungrig und wurden in einem Burgerladen fündig. In Dubai angesichts der hier vorherrschenden Preise, vielleicht nicht die beste Idee, aber wie heißt es so schön? Man lebt nur einmal ?? Das Gute daran aber war, Cola brauchte man nur einmal bezahlen und danach konnte man gratis so viel trinken wie man will. Die leckere Salatbar war gänzlich kostenlos. So verbrachten wir dort längere Zeit und kamen mit Rozel ins Gespräch. Sie arbeitet in dem Laden seit rund fünf Jahren. Bis auf unseren bisherigen rund 30 gefahrenen km in Sharjah und Dubai sahen wir quasi nur Prunk und Reichtum, fragten uns aber wo denn die Arbeiter wohnen. Also die Arbeiter, die in Supermärkten, als Parkplatzwächer, in Gastronomieeinrichtungen oder als Bauarbeiter tätig sind. Sie und ihre Arbeitskollegen zum Beispiel wohnen in einem Appartement in Sharjah, Küche, Bad, zwei Zimmer, jeweils vier Personen pro Zimmer. Zusammen arbeiten und zusammen wohnen, irre! Und das seit fünf Jahren. Auf unsere Frage antwortet sie, dass die Verträge bereits auf den Philippinen, ihrem Heimatland, geschlossen werden. Sie möge Dubai nicht besonders, was auch nachvollziehbar ist, wenn sie quasi jeden Tag arbeitet und wenn sie mal einen Ruhetag hat, diesen auch nutzt, um zu entspannen. In dem Laden verdient sie auch nicht viel mehr als auf den Philippinen, sagt sie, zudem wird das meiste Geld dazu verwendet, ein Studium für ihren Bruder zu finanzieren. Interessante, aber ernüchternde Einsichten.

Allmählich mussten wir uns auf den Weg zu Shyamraj machen. So führte uns unsere Straße quasi parallel zur Küstenlinie, die Hochhaussilhouette inkl. dem Burj Khalifa befand sich in einigen Kilometern Entfernung, dafür passierten wir zahlreiche teure Einrichtungshäuser und besonders viele Praxen und Kliniken, welche sich dicht an dicht aneinander reihten. Am meisten vertreten waren Dentalkliniken und Schönheitschirugen. Wenn es die TV-Serie ‚Reich und Schön‘ noch nicht in den 1980ern gegeben hätte, wäre Dubai wohl der perfekte Ort für den Dreh. Die schier unendliche Straße führte uns am Burj Al Arab vorbei,jenem Hotel, welchem man nachsagt, es habe sieben Sterne. Inzwischen war es schon dunkel und wir waren auf der Stadtautobahn unterwegs. Wir fühlten uns wieder an Istanbul erinnert und wollten diese Straße nur so schnell wie möglich hinter uns lassen. Gegen 19:30 kamen wir bei Shyamraj an. Der war, obwohl wir ihm schon vor einigen Tagen bei unserer Anfrage via Couchsurfing und bei unserer heutigen Kommunikation wissen lassen haben, dass wir mit Fahrrädern kommen, ganz platt, dass wir mit Fahrrädern vor ihm standen. Bspw. fragte er uns im Laufe des Tages via Whats app, wie ihr kommt mit Fahrrad? Ist das uberhaupt möglich? Wir dachten immer mit einem Schmunzeln ‚Junge, du hast doch unsere CS-Nachricht mit dem Instagram-Link gesehen‘. Als wir dann vor ihm standen, fragte er nochmals mit großen Augen nach. ‚Ihr seid in Dubai‘ Fahrrad gefahren? Von Sharjah bis zu mir nach Hause?‘. Wir bejahten das und er konnte es dennoch nicht fassen. Anscheinend hat er noch keinen Fahrradfahrer seit den sechs Jahren, die er in Dubai arbeitet, gesehen. Und tatsächlich, in den nächsten Tagen sollte sich unser Eindruck erhärten, dass hier alles auf das Auto ausgelegt ist. Wir nahmen unsere Sachen und fuhren hinauf in Shyamrajs Wohnung, wo wir quatschten und entspannten, bevor wir nach Dubai Martina fahren sollten, wo wir noch zwei Freunde von ihm trafen. Wir verbrachten den restlichen Abend im Sheraton Hotel, wo wir Billard spielten. Das war eine amüsante Runde, dennoch hatte das alles was surreales. Mit dem Auto vor dem Hotel geparkt, werden einem die Türen geöffnet und das Auto von einem Chauffeur übernommen. Noch am Vorabend im Iran gewesen, leckeres Essen auf der Straße gegessen und hier und da ein paar heruntergekommene Gebäude und jetzt auf einmal in der pompösen Glitzerwelt. Die Jungs bemerkten unsere Blicke. Wir fühlten uns wie in einem Film und für die ist es Alltag. Ein starker Kontrast.

Die nächsten Tage verbrachten wir damit Dubai zu erkunden. Dabei tummelten wir uns vornehmlich an zwei Orten rum. Das war zum einen die nähere Umgebung um den Burj Khalifa (mit 828 m das höchste Gebäude der Welt) und zum anderen der Stadtteil Dubai Marina. Es ist der absolute Wahnsinn, wie pompös alles in Dubai ist. Prunk, Reichtum, Exzess und Dekadenz ist quasi ubiquitär. Understatement ein Fremdwort. In den Randbereichen ist Dubai karg und staubig, vieles ist in Bau, in den zwei Zentren ist und in deren näheren Umgebung ist alles sauber, blitzeblank und nirgends ein gammliger Kaugummi zu sehen. Zugegeben, wir waren entgegen unserer Erwartung angezogen und beeindruckt von dieser irgendwie surrealen Welt, die es dennoch lohnt mal zu besuchen. Vielleicht in Verbindung mit einem Zwangsaufenthalt in Dubai, auf dem Weg in Richtung Osten per Flieger.

Dubai ist eine einzige Großbaustelle. Überall sprießen neue Wohnanlagen und Hochhäuser aus dem Boden, abertausende Arbeiter aus Pakistan, Bangladesh, Indien und weiteren südostasiatischen Ländern schufften hier rund um die Uhr und halten das Wachstum am Laufen. Bei den unzähligen Bauvorhaben dachten wir uns, es wäre sehr interessant zu sehen, wie Dubai in 10 bis 15 Jahren aussieht. Als wir Shyamraj fragten, seit wann es denn den Stadtteil Dubai Marina gäbe. Er und sein Kumpel meinten, seit etwa 10 Jahren. Angesichts der vorhandenen Strukturen, unzählige Hochhäuser, ein vier km langer künstlicher Kanal mit einer Marina, Metro, Stadtautobahn etc. pp. eine für uns sehr beachtliche Meisterleistung. Dubai ist wahrlich eine Stadt der Superlative. Sei es aufgrund des Burj Khalifa oder des 7-Sterne-Hotels Burj Al Arab oder der unzähligen teuren Autos (wir haben immer gelacht und gesagt, der Porsche entspricht hier dem VW in Deutschland) oder der Dubai Mall (gehört zu den größten Einkaufszentren der Welt), bis 2016 verfügte Dubai über das längste automatisierte, fahrerlose Metronetzwerk der Welt oder aufgrund der Dubai Fountains (das größte aufeinander abgestimmte Springbrunnensystem der Welt). Und es gibt viele viele weitere oders.

Dubai ist teuer. Das sieht man wie gesagt quasi überall. Aber wie viel verdient man hier so, fragten wir uns irgendwann mal salopp. Als wir mal mit der Metro gefahren sind, kamen wir mit einem Deutschen ins Gespräch. Zufälligerweise hat er von 1989 bis 1992 auch in Rostock gelebt und hat dort eine Ausbildung zum Schiffsmechaniker absolviert. Seit nunmehr acht Jahren ist jedoch Dubai Lebensmittelpunkt für ihn und seine Familie. Hier arbeitet er als Bauingenieur. Im Laufe des Gesprächs gibt er offen zu, dass, wenn man eine Familie mit zwei Kindern hat, man in Dubai nicht mit weniger als 10.000 € pro Monat pro Elternteil anfangen solle, da ansonsten am Ende des Monats nur sehr wenig Geld übrig bleiben würde. Shyamraj entspricht da eher dem Gegenteil. Er verdient deutlich unter 10.000 €, wohnt aber auch alleine in einer Zwei-Zimmer-Wohnung weit ab vom Zentrum. Er zeigte uns mal bei 9Gag ein Bild wo draufstand ‚Arbeite so lange bis du denkst, Dubai sei billig!‘ Sicherlich war das scherzhaft gemeint, aber wir denken, dass es vielleicht doch ein wenig offenlegt, wie hier die Arbeitsmentalität bei einigen tickt. Ähnliches über Dubai sagte uns ein Eventmanager aus Ägypten mit dem wir in einem Bus ins Gespräch kamen.

Irgendwann meinte Shyamraj ganz lapidar, dass es in diesem Hochhaus auch einen Dachpool und einen Fitnessraum gibt. Wir so völlig perplex ‚wie wat Dachpool? Ach quatsch nicht!‘. Er dann mit einem schelmischen Lachen ‚doch doch‘ und ging voraus. Irre, da is’n Dachpool und am Vorabend unseres letzten Tages in Dubai erfahren wir erst davon. Wenig später befanden wir uns mit Coca Cola und Snickers im kleinen, aber feinen Dachpool mit Aussicht auf die weit entfernte Dubai Marina.

Der 24. Dezember sollte ganz entspannt und unspektakulär verlaufen. Die Taschen haben wir bereits am Vorabend gepackt und so brauchten wir uns nur noch auf den Sattel schwingen, ab zum Flughafen fahren und um 21:30 Uhr den Flieger gen Bangkok besteigen. Betonung liegt hier auf sollte ?? Meine Wenigkeit hat leider einen kleinen, aber gleichwohl saudämlichen Fehler gemacht, der in der schlimmsten Konsequenz schwerwiegende Folgen gehabt hätte. Als Robert mich fragte, wann wir denn von Shyamraj losfahren müssen, meinte ich, dass der Flughafen laut Luftlinie ca. 30 km von uns entfernt ist. Damit war in etwa klar, wann wir losfahren. Was ich aber zu spät feststellte und keine Ahnung, warum ich das nicht schon beim Betrachten der Karte realisiert habe, war natürlich, dass der Fahrweg niemals der Luftlinie entspricht. Sprich, es sind stets mehr Kilometer zu leisten. Die Frage ist dann nur wie viel mehr? Normalerweise schauen wir auf die Karte und schauen wie weit die Straßen von der Luftlinie abweichen oder erstellen uns auf der Karte zwei bis drei Wegpunkte und runden anschließend auf. Dies geht sehr schnell und wir lagen bisher immer sehr gut damit. Dieses mal betrachtete ich, warum weiß ich nicht, nur die Luftlinie, obwohl unserer tatsächlicher Weg auf der Karte zusammen mit der Fluglinie eher ein rechtwinkliges Dreieck ergab und damit einiges mehr an Kilometer zu leisten sind (normalerweise würden wir von ~40% mehr ausgehen und somit auf ca. 42 km kommen und auf 45 km aufgerundet hätten). Da wir weitestgehend den gleichen Weg genommen haben wie am Ankunftstag, hätte ich auch wissen müssen, dass es weit mehr als 30 km zu radeln waren. Meist übernimmt Robert diese Aufgabe, aber halt nicht immer und so vertraute er mir – sehr dumm von ihm ;-). Die Idee war auf Basis meiner Schätzung, dass wir gegen 14 Uhr losfahren und zwei Stunden später am Flughafen ankommen, um in aller Ruhe unsere Räder und unsere Taschen zu verpacken. Bis zum Check-In hätten wir dann immer noch zwei bis zweieinhalb Stunden Zeit gehabt…

Wir starteten gegen 14 Uhr. Wieder ging es den gleichen Weg zurück und als erstes durch die Gated Community. Wie am Ankunftstag haben wir wieder ein bisschen mit den Wach- und Sicherheitspersonal diskutiert, dass wir nur 10 min brauchen, um die für Nicht-Anwohner nicht zugängliche Wohnanlage zu durchqueren. Sie fragten, wo wir denn hinwollen, worauf wir mit Dubai International Airport antworteten. Sie fragten drei weitere Mal, wir antworteten drei weitere Male. Da sie immer noch ungläubig schauten, erzählten wir ihnen kurz von unserer Reise. Das fanden sie krass, aber viel krasser fanden sie anscheinend, dass wir mit dem Fahrrad durch Dubai fahren ?? Letzten Endes gewährten sie uns die Durchfahrt mit einem lauten, immer noch fassungslosen Lachen. Wir radeln und radeln, stoppen hier und da kurz, um noch das ein oder andere Foto zu knipsen. Die Kilometer sammeln sich an. Bei rund 27 km schauen wir auf die Karte und realisieren, dass wir noch rund 20 km zu radeln haben! Hinzu kommen noch die vielen roten Ampeln und der zunehmende Verkehr, welches alles Einfluss auf unser Vorankommen hatte. Die letzten Kilometer hetzten wir mehr oder weniger und kamen gegen 18 Uhr an, eine halbe Stunde bevor der Check-In-Schalter öffnete. Knapp zwei Stunden später als gedacht und 47 km auf dem Zähler. Nach unserer üblichen Schätzung wären wir auf ca. 45 km gekommen und hätten somit nur 2 km Differenz zur tatsächlichen Strecke gehabt, anstelle von 17 km. Bei einer tatsächlichen Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 10 km/h, inklusive aller Stopps im Stadtverkehr, braucht man halt schon ca. 1:45 Stunden mehr Zeit. Dazu waren wir auch noch ordentlich vollgeschwitzt. Auch eine Sache, welche wir vermeiden wollten. Verständlicherweise war die Stimmung nicht besonders weihnachtlich und entspannt, wie wir es ursprünglich haben wollten. Da habe ich schöne Scheiße gebaut! Und habe mich ordentlich geärgert! Der ganze scheiß Stress hätte absolut nicht sein müssen! Und das Schlimme, der sollte erst jetzt richtig losgehen! Wir sahen die vielen Leute an der Einfolierstation stehen, um ihre Gepäckstücke mit Stretchfolie zu schützen. Und wir mussten noch unsere Räder entsprechend den Richtlinien von Thai Airways anpassen, sprich Lenker querstellen, Pedale abmontieren, Luft aus den Schläuchen lassen, lose Teile entfernen. Dazu Gedanken machen, wie wir unsere Räder und Taschen gut einpacken können. Jan und Philipp, die wir in Mazedonien kennengelernt haben (030 | Mazedonien), gaben uns seinerzeit den Tipp, alle Fahrradtaschen möglichst zusammen einzufolieren, um dann nur ein Gepäckstück zu haben. Bis zum Last-Check hatten wir, so tippten wir, auch nicht mehr viel Zeit. So haben wir uns fix drei Kartons gekauft, diese auseinandergenommen und die Räder so verpackt, dass das Rad und die Kartons wie ein großes Sandwich aussahen. Mit reichlich Gewebeklebeband wurde alles befestigt. Pedale und Co. haben wir in unseren Taschen verstaut. Wir waren beide schon unruhig, ich wahrscheinlich wegen meines scheiß Fehlers noch viel mehr! Ruhe zu bewahren gelang mir in diesem Moment mehr schlecht als recht. Wenn überhaupt. Inzwischen hatten wir bereits unser Gepäck eintüten lassen. Die Jungs von der Station haben aus unseren vielen Taschen jeweils ein Gepäckstück gemacht. Feine Sache! Nun waren die Räder dran. Und die Zeit war ordentlich vorangeschritten. Robert war zwischendurch schon beim Check-In-Schalter gewesen, aber von einer Person war keine Spur mehr! Schöner Mist und ich wurde noch unruhiger! An die schlimmste Konsequenz mochte ich gar nicht denken! Ich schaute auf die Uhr, dann wieder auf das Rad, welches quasi vertikal stand und einfoliert wurde. Es gleichte immer mehr einem Kokon. Der Blick ging wieder zurück zur Uhr, anschließend meinte ich, das Fahrrad braucht nicht so doll einfoliert werden wie Roberts, da die Zeit einfach zu sehr drängt, wenn wir unseren Flieger noch schaffen wollen. Die Jungs haben ordentlich reingehauen, wir haben uns herzlichst bedankt, haben unsere Taschen und das Bike auf den Rollwagen gepackt und sind ab zum Schalter geflitzt. Eine junge und sehr sympathische Dame wartete schon auf uns und sagte, dass wir auf dem letzten Drücker und somit die letzten seien. War also doch so schlimm wie wir dachten! Es stellte sich heraus, dass wir 2 Minuten vor Schließung des Check-In-Schalters da waren und wir hatten keine Stornierungsoption für unser Ticket oder sonstiges! Wir sagten, dass es uns leid tut und sie besänftigte uns bzw. wohl eher mich. Sie kontrollierte unsere Pässe und stellte uns die Boardkarten aus, zwischendurch machte sie noch ein Foto mit uns (denn sie konnte es gar nicht fassen, dass wir mit dem Rad soweit gefahren sind). Sie geleitete uns noch ein Stück durch den Flughafen, wir zahlten für unsere Räder (60 Dollar pro Rad plus eine Gebühr) bis sie uns vor der Immigrationsbehörde mit einem Lächeln und den Worten ‚I will stalk you on facebook guys‘ verabschiedete. Schöne, kurzweilige Begegnung dachten wir. Vor uns war eine riesen Schlange, wo wir einige Zeit mit Warten verbrachten. Beim Beamten angekommen, meinte er, dass wir wieder zurück zu einem anderen Büro müssen. Fix hin da, wieder ewig warten, einen Ausreisestempel kassieren und wieder zurück zum vorherigen Beamten, dann weiter zum Flugzeug flitzen. Als wir am Gate ankamen, saßen noch alle Passagiere auf ihren Sitzen, der Flieger verspäte sich, so hieß es. Knapp 45 min später befanden wir uns im Flieger nach Thailand. Frohe Weihnachten, Ende gut, alles gut dachten wir ?? Da alles letzten Endes doch irgendwie geklappt hat, konnten wir darüber Lachen – Hahahaha.

2018-11-04T14:57:23+00:00 12.01.2017|VAE|0 Kommentare